Gemeinde Stetten am kalten Markt

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Rathaus Aktuell

Bauamt Informiert - Erläuterung zur Pflege der Blumenwiesen der Gemeinde an der Albstraße, Kronenplatz und am Friedhof Stetten

Die Margeritenblüte ist ein guter Zeitpunkt für die erste Mahd (Quelle: Naturpark Obere Donau e. V.)
Die Margeritenblüte ist ein guter Zeitpunkt für die erste Mahd (Quelle: Naturpark Obere Donau e. V.)

Mahd in voller Blüte

Zahlreiche Blühflächen wurden 2019 im Projekt „Buntes Treiben – Blühender Naturpark Obere Donau“ angelegt. Die Flächen sollen mit heimischen Pflanzen Insekten langjährig Nahrung und Lebensraum bieten.
Damit das auch gelingt und die Blumenwiesen sich stabil entwickeln, bedürfen sie einer speziellen Pflege – und das heißt manchmal auch, dass man mähen muss, wenn es am Schönsten ist.

Die ausgebrachten Mischungen sind so angelegt, dass sie sowohl großen Nutzen für die Insektenwelt bringen als auch unser menschliches Auge erfreuen. Sie bestehen zum Großteil aus mehrjährigen Arten an Blumen und Gräsern, die bei richtiger Pflege über Jahrzehnte als Wiesengesellschaft Bestand haben können. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil die meisten Insekten den Boden zum Brüten und / oder Überwintern nutzen und damit darauf angewiesen sind, dass die Bodenstruktur nicht durch ständige Bearbeitung gestört wird. Mehrjährige Pflanzen brauchen aber deutlich länger, um sich zu entwickeln und bilden im ersten Jahr meist nur bodennahe Blattrosetten aus, die noch nicht blühen. Um diese kleinen Pflänzchen vor der direkten Sonneneinstrahlung zu schützen und zu verhindern, dass sich unerwünschte Beikräuter den freien Platz erobern, werden den Mischungen einjährige Arten, wie z.B. Klatschmohn oder Kornblumen beigemischt. Diese erfreuen den Betrachter und auch viele Insekten schon im ersten Frühsommer mit einer bunten Blütenpracht, müssen allerdings weichen, bevor sie Aussamen und damit die Wiesenherrschaft an sich reißen. Also heißt es: Mähwerk raus und runter mit der bunten Pracht. In den Folgejahren werden diese Blumen dann immer weniger in den Wiesen auftauchen, nach und nach setzen sich Arten wie Glockenblumen, Wiesenknopf und Wilde Möhre sowie verschiedene Gräser durch. Diese Wiesengesellschaften sind dann ähnlich den bunten, extensiven Heuwiesen, die seit Jahrhunderten unser Landschaftsbild prägen und doch auf die Bewirtschaftung durch eine zweimalige Mahd pro Jahr angewiesen sind.

Freuen Sie sich also, wenn die Flächen in diesem Jahr nach der Mahd noch einmal zur Blüte kommen und sich dann ab dem nächsten Frühling wieder neue bunte Blumen zeigen.